Infos zum Projekt

Das sind die »Sozialen Jungs Hamburg«

Wir zeigen mit unserem Projekt, dass Jungs hilfsbereit und sozial kompetent sind, wenn sie dazu ermutigt werden, wenn sie Chancen zum Ausprobieren bekommen und wenn sie Anerkennung und Respekt dafür erhalten.

Schüler mit 2 Senioren

Patrick unterhält sich mit zwei älteren Menschen und hat Spaß dabei. - Foto © Katja Gwosdz

Infos für Erwachsene

Seit vielen Jahren ist unser Anliegen, Jungen und männliche Jugendliche, die Interesse an sozialen Arbeitsbereichen haben, diesbezüglich zu beraten und in Hospitationen, Praktika und Freiwilligendienste zu vermitteln. Dabei arbeiten wir mit zahlreichen Einrichtungen zusammen, die offen für jungen*adäquate Blickwinkel sind und erkennen, welche Potenziale und Bereicherungen mit männlichen Jugendlichen als Assistenten ihrer Arbeit zu entdecken sind.

Die Zielsetzungen von »Soziale Jungs Hamburg« bestehen in der Erweiterung des Berufswahlspektrums von jungen Männern, in der Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen und in der Förderung ihres Selbstwertgefühls, indem sie in den Freiwilligendiensten sukzessive Verantwortung für ihre Tätigkeitsbereiche übernehmen lernen. Ziel mit den »Sozialen Jungs Hamburg« ist ebenfalls, einen Beitrag zu einem ausgewogeneren Geschlechterverhältnis in Erziehung, Betreuung und Pflege zu leisten, weil dies mittelbar für den Abbau des Fachkräftemangels in sozialen Berufsfeldern sorgen kann. Die Konzeptidee folgt der Erkenntnis, dass Zurückhaltungen und Vorurteile gegenüber geschlechts’untypischen‘ Berufen nur durch positive praktische Erfahrungen aufgegeben werden.

»Soziale Jungs Hamburg« ermutigt Schüler aktiv, sich für andere Menschen und damit zugleich für sich selbst einzusetzen. »Soziale Jungs Hamburg« ist innovativ, weil frühzeitig Interessen für Tätigkeiten im Sozialbereich geweckt und gefördert werden, welche später beruflich verwertbar sind. Soziale Kompetenzen und Empathie sind, wenn sie als kultureller Zugewinn für Männlichkeit anerkannt werden, Teil einer Sinn stiftenden (neuen) Wertebasis für Jungen: Hilfe geben können, Übertragung von Verantwortung erfahren dürfen und das Gefühl des Gebrauchtwerdens beflügeln das Selbstbewusstsein.

»Soziale Jungs Hamburg« ist ausdrücklich KEINE soziale Trainingsmaßnahme im Sinne einer erzieherischen Weisung, sondern ein innovatives Berufsorientierungsangebot für männliche Jugendliche. Die Jungen und Jugendlichen erhalten qualifizierte Anleitungen, Einarbeitungen und Reflexionen hinsichtlich ihres Einsatzes.

Infos für Jungs und Jugendliche

»Was bringt mir das?« wirst Du fragen, wenn Du Begriffen wie Sozialpraktikum oder Ehrenamt begegnest. »Mehr als Du denkst«, können wir Dir versprechen.

Mit einem Engagement in der Betreuung von Kindern oder Menschen mit Hilfebedarf lernst Du das Versorgen, Kümmern, Organisieren und Managen, erfährst etwas über Kommunikations- und Verhaltensweisen von Menschen und wirst dabei die Erfahrung machen, dass Du gebraucht wirst – mit deiner Anwesenheit, Aufmerksamkeit, Kreativität. Du lernst, wie man nach und nach Verantwortung für einen Arbeitsbereich übernimmt und was Respekt und Wertschätzung sind. Du wirst auf Wunsch während deines Praktikums von uns in vielen Anliegen unterstützt, und bekommst am Ende deines Einsatzes eine Bescheinigung für deine Bewerbungsunterlagen.

Und das erwartet Dich konkret:

:: In der Kinderbetreuung wirst Du zum Beispiel kleinen Kindern Geschichten und Bilderbücher vorlesen, mit ihnen im Außenbereich der Kita herumtoben, Fußball und andere Sportspiele spielen und dabei auch darauf achten, dass sich niemand verletzt und auch mal Streit geschlichtet wird. Du wirst auch lernen, wie kleine Mahlzeiten zubereitet und Feste vorbereitet werden. Außerdem kannst Du mit den Kindern basteln, bauen, werkeln und auch bei den Hausaufgaben helfen.

:: In der Betreuung von Menschen mit Hilfebedarf (ältere Menschen, erkrankte Menschen) wirst Du zum Beispiel Brett- und Kartenspiele spielen, mit ihnen spazieren gehen oder Gedächtnisübungen machen, sicher auch einmal etwas vorlesen, zum Beispiel weil sie nicht mehr gut sehen können. Auch einen Rollstuhlführerschein kannst Du machen oder als Trainer im WII-Sport Gruppen anleiten lernen. Du lernst, einen Blick dafür zu entwickeln, dass alle Bewohner*innen in Gemeinschaftsbereichen stets mit Getränken versorgt sind und Du erfährst etwas über die Wirkung von Medikamenten und Körperfunktionen. Und ja, auch Ausflüge und Feste für ältere Menschen organisiert du mit.

Wenn Du ein Praktikum in einer sozialen Einrichtung machst, wirst Du sehen, dass die genannten Tätigkeiten nur Beispiele sind. Du wirst dort noch viel mehr erleben und ausprobieren können ... Noch nicht überzeugt? Dann sieh dir die Filme an, die unser Youtube-Kanal zu bieten hat.

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