Soziale Jungs Hamburg

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21.04.2011

Soziale Arbeit bringt Spaß - ein Erfahrungsbericht


Daniel Friebel

Daniel Friebel

Daniel Friebel, 15 Jahre alt und in der 9c am Gymnasium Rissen, engagiert sich als „Sozialer Junge“ in der Kita Immenbusch. Kürzlich hat er für die Online-Ausgabe des neuen Hamburger Schülermagazins h20 von seinen Erfahrungen berichtet – und will diese den Lesern unserer Projekthomepage nicht vorenthalten. Hier sein Bericht:

Sozial ist „in“
Glaubt Ihr Erziehung ist nur Frauensache? Oder „unmännlich“? Dann täuscht Ihr Euch gewaltig. Das ASB-Projekt Soziale Jungs Hamburg, das es seit Januar 2010 gibt, bringt männliche Schüler (im Alter von 13 bis 16 Jahren) in Kitas, Alten- oder Behindertenheime. Im Rahmen eines PGW-Schulprojekts unseres Gymnasiums bin ich auf diesen Freiwilligendienst für Jugendliche gestoßen. Er erstreckt sich über einen Zeitraum von zum Beispiel 6 Monaten mit einem wöchentlichen Zeitaufwand von 2-3 Stunden, den man in einer Kita oder in einem Altersheim etc. verbringt.
Seit Oktober 2010 bin ich jeden Donnerstagnachmittag in der Kita Immenbusch. Zwei Stunden habe ich, um mit den Kindern zu spielen, zu toben, zu malen, zu basteln. Die meiste Zeit sind wir auf dem Bolzplatz oder im Bewegungsraum, wo sich die Kinder sehr gut auspowern können, von einer kleinen Kletterwand bis zu Balken und kleinen Bällen gibt es dort alles, womit die Kinder Spaß haben und sich bewegen können. Aber ich bin auch oft mit den Kindern im Atelier, wo gemalt und gebastelt wird. Ein weiterer Lieblingsplatz der Kinder ist die Eingangshalle, wo wir meistens entweder neben einem großen Sandsack raufen oder Tischkicker spielen. Meine Einbindung in den Ablauf und den Arbeitskontext der Kita ist sehr wichtig, da die Kinder jetzt noch jemanden haben, den sie mögen und mit dem sie sehr viel Spaß haben. Außerdem nehme ich den Erziehern auch ein Teil der Arbeit ab, wenn ich einen Teil der Kinder betreue. Dann haben sie Zeit, sich mit den anderen noch intensiver zu beschäftigen.

Soziale Arbeit bringt Spaß
Der Leiter Philipp Noß und die Erzieherinnen, einfach alle dort sind sehr nett und man kann sich gut mit ihnen unterhalten. Und mit den Kindern bringt es einfach unglaublich viel Spaß etwas zu machen, weil sie voller Elan und Ideen sind. Das Schöne an den Kleinen ist, dass sie so offen und zutraulich sind. Sie lachen viel und freuen sich immer, wenn sie mich sehen. Ich kann mit ihnen im Bewegungsraum toben, mit ihnen Fußball spielen, was mir, der ich über acht Jahre aktiv im Fußballverein gespielt habe, natürlich besonders Spaß macht. Meine zwei Zeitstunden pro Woche in der Kita vergehen immer schnell und sind sehr abwechslungsreich, nie langweilig.

Vorteile
Was bringt so ein Praktikum? Ich erhalte einen praktischen Einblick in einen sozialen Beruf und vertiefe dabei auch soziale Kompetenzen. Zum Beispiel Organisationsfähigkeit, Respekt und Selbstachtung. Am Ende des Projekts erhält jeder Jugendliche ein Zertifikat über seine Tätigkeit, das für spätere Bewerbungen sehr hilfreich sein kann. Außerdem kann man auch kostenlos einen Erste-Hilfe-Kurs (gut für den Führerschein) und eine Jugendleiter-Card-Ausbildung (damit kann man auf Jugendfreizeiten fahren und sogar noch Geld verdienen) absolvieren. Außerdem sind die Berufsaussichten in sozialen Berufen besonders gut.

Das Schülermagazin gibt es auch als Print-Ausgabe mit 20.000 Exemplaren in ganz Hamburg. Es liegt an allen Stadtteilschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen in Hamburg aus, ebenso bei der Agentur für Arbeit, in den Bücherhallen und im JIZ.
Wer die Redaktion kennenlernen und vielleicht mitmachen möchte:
elbluft verlag e.Kfr.,
Postfach 560 170,
22551 Hamburg,
Tel.: 70 38 47-28
,
kontakt(at)h20-magazin.de,
www.h20-magazin.de.



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