Am 22. Januar fand der erste Soziale Jungs Tag statt. Eingeladen in die Räume des Jugenderholungswerkes (JEW) am Ausschläger Weg waren alle Jungs, die derzeit in Kitas und Senioreneinrichtungen mitarbeiten. Ausgewählt wurde ein Samstag, da ein Treffen über 4-5 Stunden während der Woche unterrichtsbedingt nicht möglich ist. Da aber auch ein Samstag nicht für jeden Schüler ein freier Tag ist, freuten sich die Projektmitarbeiter, dass Lavdrim, Tanasi und Omed der Einladung gefolgt waren.
Auf dem Programm standen im ersten Teil Fragen und Antworten rund um den Freiwilligendienst. Was gefällt den jungen Mitarbeitern an ihrem Praktikum, wo haben sie Verbesserungsvorschläge, welche Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern und Senioren sind interessant für ihre beruflichen Vorstellungen und gibt es diesbezüglich vielleicht schon Perspektiven? Die Jungs beteiligten sich engagiert und ließen in den Gesprächen viel Ernsthaftigkeit erkennen. Alle betonten, dass ihre Arbeit manchmal schwierig ist, aber auch Spaß macht – und sie überrascht davon seien, was man im Praktikum alles lernen kann.
Zum zweiten Teil des Tages kamen die bislang gewonnenen Mentoren – zwei Frauen und zwei Männer – hinzu. Sie stellten den Jungs sich selbst und ihr zeitliches Angebot vor, erklärten ihr Engagement, verteilten kleine Steckbriefe mit ihren Kontaktdaten und beantworteten alle Fragen, die ihnen gestellt wurden. Die Jungs waren erstaunt, dass es überhaupt Erwachsene gibt, die sich Zeit für sie nehmen und sich für ihren Übergang von der Schule in die Ausbildung interessieren. Dass es für ein Miteinander nicht nur guter Worte, sondern auch des gemeinsames Tuns bedarf, zeigte sich dann anhand einiger Kooperationsspiele mit Stühlen, mit einem zu einem „Fliegenden Teppich“ umfunktionierten Tuch und mit dem Zollstock-Spiel (s. Foto). Dass soziale Kompetenz nicht trockene Theorie, sondern erlebbare Praxis ist, machte der Spaß deutlich, den alle am Ende hatten. Und so auch das Fazit: an weiteren Sozialen Jungs Tagen wollen alle wieder teilnehmen!
Das JEW war nicht zu fällig ausgewählt worden: Soziale Jungs, die über ihren Freiwilligendienst hinaus eine aus Projektmitteln bezahlte JugendLeiterCard-Ausbildung machen möchten, können – sofern sie 16 Jahre alt sind – beim JEW kostenlos als Betreuer auf Ferienfreizeiten mitfahren und weitere Erfahrungen im Umgang mit Kindern machen.
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